Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Ich nehme das persönlich.

Schliesslich geht es ja um meine Person. Wie könnte ich da unpersönlich sein? Nun, über sich selbst zu schreiben, ist für manche Menschen schwer. Für mich nicht. Oder nicht so sehr. Die Grundvoraussetzung dafür ist vorhanden: Ich nehme mich nicht allzu ernst. Ich komme nur einfach mit mir gut zurecht. Man könnte sogar schreiben, ich sei mit mir befreundet. Also so richtig. Mit allem drum und dran. 

Ein Freund sagt nämlich die knallharte Wahrheit, holt mich auf den Boden zurück, hat irrwitzige Ideen, labert, provoziert, diskutiert, argumentiert und ist liiert. Ja, mit mir selbst natürlich. Als dieser alter Ego Freund schreibt jetzt mal über mich. So viel Ironie lass' ich dann schon zu.

«Christian Wehrli? Nun ja. Auch er hat mal das Licht dieser Welt... kalter Kaffee. Als Jugendlicher nach der kaufmännischen Lehre steht er da. Mit leeren Händen, aber vollem Kopf. Und Plänen für die mögliche Zukunft. Er stürzt sich mit einem Geschäftspartner ins wilde Musikbusiness und eröffnet zuerst einen kleinen Laden, dann einen Grosshandel und später ein internationales Unternehmen für den Import von Tonträgern aus dreizehn Ländern. Inzwischen ist die Musikbranche von damals faktisch tot. Aber Christian lebt. 

Aus Neugier bildet er sich. Nichts ein, aber sich aus. Zum Marketingplaner und später zum CAS Texter. Die ganze neue schöne Welt des Wortes lässt ihn erstrahlen. Vom Tonträger zum Geschichtenerzähler sind es für ihn nur ein paar Jahre. Und eine riesige Portion Neugier und noch mehr Hunger nach Geschichten, die es zu finden gilt. So sagt er. Mein Freund Christian Wehrli.»

alter Ego Christian Wehrli. Ein Freund.

minus 20

Am 1. November 2015 laufe ich den New York City Marathon. Zum zweiten Mal. Aber ich werde 20 Kilos weniger an den Start bringen, als heute. Ohne Diät, aber mit Grips. Und Juliette Stauber, meinem Schlank-Modeling-Coach.

  • 14.10.2015  Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Diese Industriebosse in der Lebensmittelbranche haben's wirklich drauf. Da wird gezuckert und gefettet, dass es eine wahre Freude ist. Für die Suchtregionen des Gehirns zum Beispiel. Nicht nur gewürfelt oder gestreut, sondern meist eher versteckt wird mit dem weissen Stoff gedealt und alles mit Zucker versetzt, was nicht bis drei auf den Diabetesbäumen ist.

  • 13.10.2015  Tag 172: Müeslirama

    Tag 172: Müeslirama

    Rituale geben einen Anstrich von Heimat und Sicherheit. Bereits beim Aufstehen aus dem warmen Bett funktioniert der Automatismus des Rituals perfekt. Schlaftrunken in die Küche tappen, Druck auf den roten Knopf der Kaffeemaschine, Tasse darunter stellen und sich der aufsteigenden gerösteten Versuchung hingeben. So beginnt ein perfekter Tag.