Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

14.10.2015

Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

Diese Industriebosse in der Lebensmittelbranche haben's wirklich drauf. Da wird gezuckert und gefettet, dass es eine wahre Freude ist. Für die Suchtregionen des Gehirns zum Beispiel. Nicht nur gewürfelt oder gestreut, sondern meist eher versteckt wird mit dem weissen Stoff gedealt und alles mit Zucker versetzt, was nicht bis drei auf den Diabetesbäumen ist.

Wenn der olle Zucker sich nicht auch noch verstecken würde, wäre es ja ein relativ kleines Problem. Aber der Stoff, aus dem viele Nöte sind, wird an Orten und in Lebensmitteln versteckt, an die kaum ein Normalsterblicher denken würde. Denn Zucker macht gute Dinge noch leckerer, wenn es mit damit versetzt ist. Das wissen die Lebensmittelchemiker, aber auch unser Gehirn. Et voilà, fertig sind die Suchtmacher. 

Aber ein Leben ohne Zucker? Undenk- und unlebbar! 

Ach wirklich? 

Das hat ein Holländer - wer sonst? - mal an sich selbst ausprobiert. Das Experiment dauert einen Monat, an dem der junge Sacha Harland ganz ohne Zucker leben wird. Das Ergebnis ist denn auch erstaunlich. Nach vier Wochen «sugarfree» zeigt die Waage weniger Kilos an. Der Anteil an Körperfett hat sich verringert und der Blutdruck ist runtergegangen. Ach ja, da sind ja noch diese Cholesterinwerte. Auch die haben sich verbessert. Und der junge eh schon schanke Mann hat auch plötzlich mehr Energie an den Tag gelegt. 

Vier Wochen? Kein Zucker!

Das sollte doch kein wirklich grosses Problem sein. Oder? Nun, wenn denn da nicht diese Regionen im Gehirn wären, die sich mit Belohnungssystemen auskennen würden. Und Zucker gilt eben als Stoff, der zu belohnen weiss. Und dem Konsumenten kurzfristig ein wohliges Gefühl vermittelt. 

Zucker rein. Lust an. Irgendwie erinnert dieses Prinzip doch an andere Stoffe, die ähnlich funktionieren. Stimmt: Drogen gibt's ja in allerlei Varianten. 

Zucker ist auch noch eitel. Er spiegelt sich gerne. Vor allem im Blut. Und das mag dann die Haut nicht so besonders. Und lässt sie altern. Also etwas schneller als üblich. 

NEIN!!! Schreien die meisten Frauen jetzt wohl auf. ZUCKERLANDO! Keine gute Idee...

So jetzt werde ich sofort meinen Zuckerhaushalt in Ordnung bringen. Und etwas mehr Askese statt Glacéauslese probieren.

Denn ich mag es, wenn sich meine Haut, mein Zuckerspiegel, mein Gewicht und mein Cholesterin gesund und wohl fühlen. 

Oder wie die Beatles schon sangen: «Honey B. - let it be!»

minus 20

Am 1. November 2015 laufe ich den New York City Marathon. Zum zweiten Mal. Aber ich werde 20 Kilos weniger an den Start bringen, als heute. Ohne Diät, aber mit Grips. Und Juliette Stauber, meinem Schlank-Modeling-Coach.

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