Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Eighteen. A Teen.

08.06.2015

Eighteen. A Teen.

Es ist heiss und schwül. Sie hat Schmerzen. Trotzdem erscheint sie - grossgewachsen und imposant - pünktlich auf dem Flughafen. Sie ist 18 und Gastgeberin. Sarah Wilkesmann in Barcelona hat eingeladen. Zur Geburtstagsparty made in Spain.

Sie sticht aus der Menge wie ein hochgereckter Daumen in der Kirche. Ein sehr attraktiver Daumen. Sie lässt sich nicht anmerken, dass sie überhaupt Schmerzen hat. Ihre blaugrünen Augen sind einfach nur freundlich. Der Rest ihres Wesens übrigens  ebenso.

Sarah Wilkesmann ist soeben achtzehn Jahre jung geworden. Und sie wird an diesem Samstag Party machen. Aber erst führt sie uns in die Wohnung mitten in Barcelona. In einer engen Seitengasse - etwa in der Breite eines Kleinwagens - führt hinter einem imposanten Gitter die Treppe hinauf in die hohen Räume einer modern ausgestatteten Wohnung. Die kühle Luft lässt die Hitze, die Reise und die Geräusche der Stadt vergessen.

Sarah entpuppt sich als sympathische und kompetente Planerin. Laptop. Karte und Fahrpläne hat sie griffbereit. Und nutzt sie auch. Mit flinken Fingern switcht sie von Google zu Metrofahrplan und wieder zum Stadtplan. Auf einem winzig kleinen Post-It Block notiert sie Öffnungszeiten des Museums, Adresse des Restaurants oder den Tag für den Besuch der Sehenswürdigkeit. Und komplettiert mit Hinweisen, die nicht zwingend im Reiseführer stehen, sondern aus dem Kopf einer Insiderin in Barcelona stammen. Selbstsicher und ohne zu zögern macht sie Vorschläge, ruft Freunde für mehr Infos an, klebt, verwirft, fragt nach und setzt so in einer Stunde einen perfekten Plan zusammen. Einen Plan für Freunde des Hauses. Und ihrer Party. So jedenfalls kommt mir Sarah vor. Eine junge Dame, die ich bis dato nur vom «Hörensagen» und von Facebook her kannte.

Das Leben ist manchmal eine ganz schöne Wundertüte. Einmal voll wunderlicher und wunderbarer Überraschungen, dann wieder einfach nur eine Tüte, die man rauchen könnte. Sarah gehört zur ersteren Gattung an Lebensüberraschungen. Sie will ihren 18. Geburtstag feiern. Mit Familie, Freunden, Bekannten und einem Unbekannten. Mit mir. Dies ist auch für mich eine ganz neue und höchst erfreuliche Erfahrung. Ich kam als Fremder und ging als Freund.

Sarah Wilkesmann hat vor Monaten ein Exemplar der «morgensplitter» in die Hand bekommen. Sie hat sich daraus nicht nur einen ganz persönlichen Zu-, sondern auch einen Eingang verschafft. Die Eingangstüre zu ihrem Zimmer ist mit haftbaren «morgensplitter» dekoriert. Bewusst und scheinbar mit Spass an Worten und ihrer eigenen und deren Verspieltheit. Wie die Jugend eben sein darf. Und auch ist.

Nicht nur als Autor fühle ich mich durch Sarah und ihre feine Wertschätzung enorm geehrt. Diese junge Dame ist etwas ganz Besonderes. 

minus 20

Am 1. November 2015 laufe ich den New York City Marathon. Zum zweiten Mal. Aber ich werde 20 Kilos weniger an den Start bringen, als heute. Ohne Diät, aber mit Grips. Und Juliette Stauber, meinem Schlank-Modeling-Coach.

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  • 13.10.2015  Tag 172: Müeslirama

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