Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Dr Ranzenedi maint

03.06.2015

Ich, ein Bonvivant? Ein Mensch, der das gute Leben und dessen angenehmen Seiten liebt und lebt? Ja, dann bin ich einer. Ich meinte zu hören, dass auf der Seite meiner Sitz- und Badeheimat – also dem Brunnen – ein Schild hängt, das mich als «Bonvivant auf dem Geniesserbrunnen» bezeichnet.

Bin ich nicht ein echter Glückspilz? Die Gunst der richtigen geographischen Geburt, sozusagen. Aber manchmal beschleicht mich dennoch ein Gefühl von schlechtem Gewissen. Oder wie sich dieses Gefühl so nennt. Denn wer kein gutes Gewissen hat, kann auch kein schleches haben. Es fehlt bei mir einfach. Ich bin ja schliesslich nur ein Metallklotz. Aber die Schlagzeilen gegenüber am Kiosk sprechen eine eigene Sprache. Und nicht unbedingt eine hoffungsvolle. Da ist von diesen Hunderten die Rede, die vor unserer Haustür grausam ertrinken, weil sie vor Krieg und Elend flüchten. Und diese Wortwahl über drohenden Krieg kommt mir auch sehr bekannt vor. Da war doch vor exakt 70 Jahren direkt über der nahen Grenze der zweite Weltkrieg zu Ende. Bereits der zweite? Ach stimmt es also doch: Wir lernen nichts aus der Geschichte? Die sogenannte Krone der Schöpfung ist ergo nicht sehr intelligent. Denn Intelligente machen zwar Fehler, viele sogar, aber selten zweimal dieselben. Denn das wäre ja schön blöd.

minus 20

Am 1. November 2015 laufe ich den New York City Marathon. Zum zweiten Mal. Aber ich werde 20 Kilos weniger an den Start bringen, als heute. Ohne Diät, aber mit Grips. Und Juliette Stauber, meinem Schlank-Modeling-Coach.

  • 14.10.2015  Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Diese Industriebosse in der Lebensmittelbranche haben's wirklich drauf. Da wird gezuckert und gefettet, dass es eine wahre Freude ist. Für die Suchtregionen des Gehirns zum Beispiel. Nicht nur gewürfelt oder gestreut, sondern meist eher versteckt wird mit dem weissen Stoff gedealt und alles mit Zucker versetzt, was nicht bis drei auf den Diabetesbäumen ist.

  • 13.10.2015  Tag 172: Müeslirama

    Tag 172: Müeslirama

    Rituale geben einen Anstrich von Heimat und Sicherheit. Bereits beim Aufstehen aus dem warmen Bett funktioniert der Automatismus des Rituals perfekt. Schlaftrunken in die Küche tappen, Druck auf den roten Knopf der Kaffeemaschine, Tasse darunter stellen und sich der aufsteigenden gerösteten Versuchung hingeben. So beginnt ein perfekter Tag.