Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Vom Maitli zer Madame

07.07.2015

Vom Maitli zer Madame

Sie wächst und gedeiht. Sie hatte ihre Phasen. Mal charmant kindlich, dann pubertär abweisend. Und jetzt eine strahlende Braut. Wo ist die Zeit nur hin? Ah, ja. Da schau' ich mal genauer hin. Dann sehe ich eine junge, selbstsichere, mit sich zufriedene Frau, die in fünf Minuten verheiratet sein wird. Oh la la...

So ein Leben mit Freunden und Familien hat enorme Zeitsprünge im Gepäck. Erst waren wir noch «Dr Grischdi» und «d'Anna», also Götti und Göttitochter mit «Freundin» und «Mama» Francesca chinesisch essen. Eine Fünfzehnjährige, die plötzlich begeisternd erzählt, fragt, überlegt, nachhakt und über Missstände klagt, Zukunftsvisionen hat und vollends in die Musik verliebt ist. 

Nun steht sie da im wundervollen extra für sie geschneiderten Kleid (Mama kann's) und will jetzt heiraten. Selten habe ich eine solch selbstverständliche Hochzeit erlebt. Da wird kein grosses Aufhebens gemacht. Da ist die Mairie, dort ist der Bräutigam und da ist die Familie und irgendwo sind die Freunde. Let's go! 

Die Zeremonie ist eher ein Techtelmechtel zwischen den Brautleuten. Es wird viel gelacht, nicht nur gelächelt. Da haben sich zwei wirklich gefunden. Denn sie haben beide dasselbe im Nacken: Monsieur Schalk. 

Meine kleine grosse Göttitochter ist jetzt unterwegs irgendwo in der Welt. Mit ihrem Ehemann. Unglaublich. Unglaublich schön. Und so selbstverständlich. 

Anna ist nicht nur eine schöne Braut, sondern eine wundervolle, warmherzige, achtsame und vor allem musikalische junge Dame mit enorm viel Humor. Ach ja, und Schalk. 

Was heisst eigentlich Schalk auf elsässisch?