Storyteller

In die Geschichte eingehen ist ein grosses Ziel. Aber erst Mal muss man Geschichte machen.
Und jemand darf sie aufschreiben.
Ich, zum Beispiel.

Kein Text mit den Ex!

09.08.2015

Kein Text mit den Ex!

Na klar weiss ich, dass das Originalzitat: «Kein Sex mit der Ex» heisst. Wobei dieses ja schon fragwürdig ist. Schliesslich kann sie genauso oft die Initiative und somit die Chance für's Schäferstündchen mit dem Ex ergreifen. Na also. Mit «den Ex» sind aber keine Verflossenen, sondern die Experten gemeint. Ach?

Bekanntlich habe ich von einigen Dingen zu viel. Zu viel Gewicht. Zu viel Ehrgeiz. Und neu zu viel Ferse. Das alles spornt aber enorm an. Gewicht und Fersensporn soll weg, Ehrgeiz soll gefälligst bleiben. 

Ergo bleibt nur der Gang zum Experten. Ex-Perten sind ja diese Menschengattung, die sachkundig sind, Erfahrung besitzen und davon einige erprobt haben. So jedenfalls lautet die offizielle Erklärung. Übrigens stammt der Begriff «Expert» weder aus dem lateinischen noch aus dem griechischen Wortschatz. Nein, diesmal haben die Franzosen zugelangt. Ein Volk, dass schöne Autos produziert, die bereits im Katalog rosten! Ach, das war früher so? OK, na dann...

Nun gibt es verschiedene Experten auf diesem Planeten. Einige sind wirklich sachkundig, weil sie das Fachgebiet auch studiert haben. Mit der Praxis  - eine eigene oder fremde ist egal - wird dann das erworbene Wissen an lebendigen Objekten ausprobiert. Deshalb folgt dann die Erprobung als zweiter Punkt, den der Experte dann als «ex» abhaken kann. Die Erfahrung schlussendlich erlangen diese Fachleute dann durch die Patienten. Denn dieser wird ja die Erfahrung durchlaufen. Apropos Laufen. 

Seit ich mich öffentlich als Fersengespornter geoutet habe, wachsen Experten wie Pilze aus dem weichen Waldboden. Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Zum Beispiel mit Stosswellentherapie oder Akupunktur oder Salzen oder Tees oder ... Toll. Und was tue ich mit all diesem Wissen, dem vermeintlichen oder echten? Klar, kann ich die Spreu vom Weizen trennen. Sobald ich diese als solche erkannt und identifiziert habe. Gute Idee. Echt. 

Nun, ich erinnere mich. An meinen Körper. Der spricht ja bekanntlich mit mir. Manchmal etwas undeutlich oder auch eingeschnappt und entsprechend nuschelnd. Aber was ich dann nicht verstehen sollte, lässt er mich postwendend spüren. Beispiel? Fersensporn. 

Was ihm besonders gefällt, meinem Körper, ist meine Rücksichtnahme auf seine Ferse. Denn ich laufe neuerdings vorderfüssig rücksichtsvoll. Das heisst, ich entlaste und dehne gleichzeitig meinen Fuss. Das mag er. Nicht immer, aber immer öfters. 

Zusätzlich habe ich mir in der Merian Iselin Klinik einen Experten gesucht. Bedingung: Marathonläufer und Physiotherapeut. Seit einer Woche bin ich bei ihm in Behandlung. Und siehe da, der Mann spricht meine Sprache. 

Vor dem Laufen drei Minuten die Ferse dehnen und nach dem Lauf nochmals. Das mag die Ferse. Der Sporn weniger. Und es wirkt. Gut, er physiotherapiert mich auch noch. Aber heute habe ich auf diesen zehn Kilometern - mit ein paar wenigen Stopps für Fotos - meine Ferse nie gespürt. Na siehste. Geht doch, mein Alter. Mein Körper. 

So, der Marathon kann rufen solange er will. Ich kann Prioritäten setzen. Und laufen. Mein Sporn hat Priorität Nummer eins. Dann klappt's auch mit dem Rest. 

minus 20

Am 1. November 2015 laufe ich den New York City Marathon. Zum zweiten Mal. Aber ich werde 20 Kilos weniger an den Start bringen, als heute. Ohne Diät, aber mit Grips. Und Juliette Stauber, meinem Schlank-Modeling-Coach.

  • 14.10.2015  Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Tag 173: Wer sucht, der zuckert.

    Diese Industriebosse in der Lebensmittelbranche haben's wirklich drauf. Da wird gezuckert und gefettet, dass es eine wahre Freude ist. Für die Suchtregionen des Gehirns zum Beispiel. Nicht nur gewürfelt oder gestreut, sondern meist eher versteckt wird mit dem weissen Stoff gedealt und alles mit Zucker versetzt, was nicht bis drei auf den Diabetesbäumen ist.

  • 13.10.2015  Tag 172: Müeslirama

    Tag 172: Müeslirama

    Rituale geben einen Anstrich von Heimat und Sicherheit. Bereits beim Aufstehen aus dem warmen Bett funktioniert der Automatismus des Rituals perfekt. Schlaftrunken in die Küche tappen, Druck auf den roten Knopf der Kaffeemaschine, Tasse darunter stellen und sich der aufsteigenden gerösteten Versuchung hingeben. So beginnt ein perfekter Tag.